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Vorfreude

ist bekanntlich die schönste Freude. Um Ihre Panchakarmakur zu einem guten Erfolg zu führen, empfiehlt es sich, im Vorfeld bereits einige Maßnahmen zuhause umzusetzen.

Eine tiefgreifende Reinigung, wie sie im Rahmen einer Panchakarma-Kur stattfindet, ist eine intensive Erfahrung, ein eindrückliches Erlebnis – zumal beim ersten Mal. Es ist sehr hilfreich, sich auf diese Zeit bereits  zuhause einzustimmen, im gewohnten Umfeld. Mit der Ernährung kann man vorab ganz einfach im Körper einige wenige Weichen stellen, die den Erfolg der Kur gut unterstützen.

Hier ein paar Tipps für Sie:

Gewöhnen Sie sich schon etwa zwei Monate vor der Kur einen regelmäßigen Lebensrhythmus an: versuchen Sie, zu denselben Zeiten aufzustehen und zu Bett zu gehen, legen Sie die Hauptmahlzeit des Tages möglichst in die Mittagszeit, wenn die Verdauungskraft am größten ist. Gehen Sie nach dem Mittagessen lieber eine Runde spazieren, statt ein Mittagsschläfchen zu machen. Gehen Sie vor 22 Uhr zu Bett und stehen Sie gegen 6 Uhr auf. Beenden Sie die letzte Mahlzeit bis spätestens drei Stunden vor der Bettruhe und schließen Sie das Frühstück vor 8 Uhr ab. Richten Sie für E-Mail-Verkehr, Handynutzung, Fernsehzeiten usw. bestimmte Zeitrahmen ein und reduzieren Sie diese allmählich.

Teilen Sie Ihrem Umfeld mit, dass bei Ihnen Veränderungen anstehen. Das schafft Verständnis und vermeidet Missverständnisse, z.B. weil Sie eine Einladung ablehnen.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, Genussgifte wie Alkohol, Kaffee, Süßigkeiten, Nikotin u.a. bereits vor Beginn der Kur deutlich zu reduzieren, bestenfalls ganz darauf zu verzichten. Je nach Konsum sollte schon bis zu vier Wochen vor Abflug mit der Reduzierung begonnen werden. Bei Kaffee und Schwarztee sowie Grüntee sollte die letzte Tasse vier bis fünf Tage vor Abflug getrunken sein, damit der Koffein-/Teein-Entzugskopfschmerz nicht unnötig die Reise belastet.

Im Rahmen dieser „Vorkur zuhause“ sollten Sie speziell im Bereich der Ernährung folgende Dinge beachten und möglichst konsequent einhalten:

Gewöhnen Sie sich an, als erstes am Morgen heißes Wasser zu trinken. Versuchen Sie auch tagsüber bevorzugt heißes oder warmes Wasser oder Kräutertee zu trinken. 5 – 6 Tassen täglich sind empfehlenswert.

Reduzieren Sie den Fleischkonsum, verzichten Sie möglichst ganz darauf (dazu gehören auch alle Wurstwaren und anderweitigen Fleischprodukte). Gleiches gilt für Fisch und Fischprodukte.

Milch und Milchprodukte (Käse, Joghurt, Quark usw.) verschleimen und blockieren die Körperkanäle, daher sollte in der Vorbereitung auf eine Panchakarma-Kur darauf verzichtet werden. Während der Kur sollen Gifte, Schlacken und Belastendes (sog. „Ama“) aus dem Körper entfernt werden, dafür sollten die feinen Körperkanäle offen und frei von Blockaden sein. Verzehren Sie niemals Milch oder Milchprodukte zusammen mit Obst.

Kombinieren Sie niemals Heißes mit Kaltem. Verzichten Sie auf kalte Getränke.

Lassen Sie die Dosen im Regal stehen und stellen Sie die Mikrowelle in den Keller. Kochen Sie Ihre Mahlzeiten möglichst immer frisch aus frischen Zutaten. Richten Sie sich einen entsprechenden Zeitrahmen für die Speisenzubereitung ein. Nehmen Sie möglichst drei warme Mahlzeiten am Tag ein und verzichten Sie auf Zwischenmahlzeiten und Snacks. Thermobehälter für die Arbeit leisten hier gute Dienste.

Starten Sie kraftvoll in den Tag mit einem Getreidebrei (Korn mit Wasser kochen) und etwas gedünstetem Obst. Sie werden erstaunt sein, wieviel Energie Ihnen dieses Frühstück liefert, ohne zu beschweren.

Gönnen Sie sich am Mittag den Genuss von frischem Gemüse in Kombination mit Reis oder anderen Getreiden wie Bulgur, Hirse o.ä. und kochen Sie sich dazu einen Dal, eine Art dickflüssige Linsensuppe. Linsen und Erbsen sind Eiweißträger und ein sehr guter Ersatz für Fleisch. Wer es gern knackig macht, dünstet das Gemüse nicht so weich und macht sich ab und zu einen Gemüsetaler, z.B. aus Zucchini und Kartoffel oder auch mal einen Salat. Würzen Sie ihr Essen mit verdauungsfördernden (möglichst frischen) Kräutern und Gewürzen.

Lassen Sie den Tag ausklingen mit einer guten Suppe (…natürlich auf Gemüsebasis). Wer es ab und zu kräftig braucht, kann z.B. einen kleinen Rest vom Mittagsreis dazu geben oder eine halbe Kartoffel. Genießen Sie die Suppe klar und leicht. Abends bitte keine Rohkost, da diese viel zu schwer verdaulich ist.

Rezepte für eine reichhaltige und abwechslungsreiche vegetarische Kost im Rahmen der Vorbereitung auf Ihre Panchakarma-Kur finden Sie im Internet oder in ayurvedischen Kochbüchern.

Als Mengenmaß für jede Mahlzeit gilt die eigene Hand. So viel, wie in zwei Hände passt, entspricht der optimalen Portionsgröße. Das ist die Menge, welche von unserem Körper gut verarbeitet und verstoffwechselt werden kann, ohne dass ein Zuviel und somit Unverdauliches eingelagert werden muss.

Ein guter Zeitpunkt für Veränderungen im Leben ist immer die arbeitsfreie Zeit. Beginnen Sie mit den Veränderungen am besten an einem Wochenende oder in der Freischicht. Sorgen Sie – zumindest an den ersten beiden Wochenenden – dafür, dass Sie keine Termine und Verpflichtungen und wirklich frei haben. Sie werden merken, dass Veränderungen Zeit und Energie benötigen. Für den Erfolg der Kur sollten Sie sich für diese vorbereitenden Maßnahmen ausreichend Zeit nehmen. Seien Sie neugierig auf spannende Erfahrungen mit sich selbst und freuen Sie sich auf einen guten Kurerfolg durch eine konsequente Vorbereitung.

Unmittelbar vor Reiseantritt/nach Rückkehr: lassen Sie sich auf den Tagesrhythmus des Ziellandes langsam ein und verschieben Sie ein, zwei Tage vor der Reise Ihre innere Uhr entsprechend. Damit lässt sich ein extremes Jetlag mildern. Gleiches gilt bei Rückkehr: schaffen Sie sich noch einen oder zwei Tage Luft ohne Termine, um wieder in das hiesige Zeitmuster zurückzukommen.

Vor Ort:

Bevor Sie zu einer Ablenkung greifen, lauschen Sie dem Rauschen des Windes oder der Meereswellen, hören Sie dem Vogelgesang zu oder genießen Sie einfach die Stille.

Nehmen Sie auf gar keinen Fall Fachliteratur oder ähnlich Schweres als Urlaubslektüre mit. Wenn ein Buch sein muss, dann erlauben Sie sich die leichte Muse: Happy-End-Geschichten ermöglichen es auch dem Geist, in die erwünschte Entspannung zu kommen. Krimis und Horrorgeschichten sollten Sie besser zuhause lassen.

Verzichten Sie möglichst während der gesamten Kur auf jegliche Medien, insbesondere die elektronischen. Schreiben Sie stattdessen – ganz altmodisch – mal wieder Postkarten. Sie werden staunen, wie viele Menschen (einschließlich sich selbst) Sie damit angenehm überraschen.

Sie haben noch Fragen? Wir freuen uns, Sie in der Vorbereitung auf Ihre Panchakarmakur zu unterstützen. Melden Sie sich gerne bei uns.

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